Medizinrecht


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Die Niederlassung in eigener Praxis wagen und eine gesunde Work-Life-Balance erhalten - ja, das geht! *

 

Für viele Menschen ist eine positive Work-Life-Balance sehr wichtig. Hierzu gehören insbesondere flexiblere Arbeitszeiten sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gerade Mütter und Väter mit kleinen Kindern haben häufig den Wunsch, die eigene Karriere und das Familienleben in ein ausgewogenes und gesundes Gleichgewicht zu bringen.

 

Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist heute auch bei Ärztinnen und Ärzten ein entscheidendes Kriterium für ihre Berufszufriedenheit. Viele sind - zu Recht - nicht mehr bereit, ständig Überstunden und Nachtdienste / Wochenenddienste / Bereitschaftsdienste zu machen und ihre Arbeitnehmerrechte an den Pforten der Kliniken bzw. Arztpraxen abzugeben. Trotzdem ist der Trend zur Anstellung ungebrochen. In der Beratung stellen wir immer wieder fest, dass viele Heilberufler** große Vorbehalte gegen die Niederlassung haben; genannt werden vor allem das finanzielle Risiko, die hohe Arbeitsbelastung und der bürokratische Aufwand einer eigenen Praxis.   

 

Die wirtschaftliche Situation der Niedergelassenen ist - trotz vieler Diskussionen über schlechte Honoraraussichten – nach unserer Erfahrung insgesamt weit überwiegend solide und nicht selten deutlich attraktiver als die der Angestellten. Zudem lässt sich das finanzielle Risiko der Existenzgründung durch eine gute Planung minimieren. Wichtig ist, dass man sich vor der Gründung umfassend informiert und die richtigen Experten und Berater mit ins Boot holt.

 

Außerdem bietet die Niederlassung - entgegen der landläufigen Vorstellung - ein erhebliches Potential für Flexibilität und eine gute Work-Life-Balance. Anders als beispielsweise im Krankenhaus können freiberuflich tätige Ärzte als Selbstständige in eigener Praxis ihre Zeit deutlich freier einteilen. Denn wer sein eigener Chef ist, kann Praxisöffnungszeiten, Sprechstunden und Urlaub weitgehend selbst festlegen. Außerdem bestehen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die eine Teilzeitarbeit und somit die noch bessere Vereinbarkeit von Arztberuf und Familie ermöglichen; etwa

  • Zulassung mit halbem Versorgungsauftrag (Teilzulassung)
  • Jobsharing (arbeitsteilige Tätigkeit in beliebigem Verhältnis auf einer Zulassung)
  • Berufsausübungsgemeinschaft (BAG, Gemeinschaftspraxis)

 Sollten Sie planen sich niederzulassen, sind die ersten Fragen, die Sie für sich klären sollten:

  • Einzelpraxis oder BAG: Will ich meinen Beruf alleine oder mit anderen Ärzten gemeinsam ausüben?
  • Übernahme oder Neugründung: Will ich eine bereits bestehende Einzelpraxis bzw. den Teil einer BAG übernehmen oder lieber neu gründen?
  • Vollzeit oder Teilzeit: Wie möchte ich meine Arbeitszeit gestalten und wie wichtig ist mir persönlich die Work-Life-Balance bzw. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
  • Beratung: Wer kann mich bei der Niederlassung beratend unterstützen?

Gerne begleiten wir Sie auf Ihrem Weg in die eigene Praxis. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und lassen Sie sich von uns umfassend beraten.

 

Autorin: Tanja Manig, Rechtanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht


Hinweise:

* Es handelt sich hierbei lediglich um eine zusammenfassende Darstellung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhebt und eine Beratung im Einzelfall nicht ersetzen kann.** Aus Gründen der Lesbarkeit wird an einigen Stellen lediglich die männliche Sprachform verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.